In Braunsbedra ist was los. Der Tag fing ganz entspannt an: in der Nacht gingen die Temperaturen wunderbar nach unten – so lässt es sich aushalten. Den ganzen Vormittag war es auch noch sehr angenehm, trotz Sonne. Ein Freiluftballon ist gemütlich über den See geschwebt. Ich habe mit einem großen Tuch, das ich extra dafür eingepackt hatte, die Terasse so abgehängt, dass ich im Schatten sitzen konnte. Unternehmen wollte ich heute irgendwie nichts. Ich hatte vielmehr die Idee, endlich wieder einen Blog aufzusetzen. Also habe ich es mir mit dem Rechner gemütlich gemacht. Abwechselnd lesen und am PC arbeiten – gute Strategie für den Tag.

Zwischendrin bin ich auch mit dem SUP gepaddelt. Im Sitzen kein Problem. Kniend war das schon ganz schön wackelig – wie habe ich das denn früher gemacht? Da stand ich wie eine 1 auf dem Brett. Frustrierend! Aber ich habe ja jetzt eine Woche Zeit, wieder flott zu werden.
Mit dem Fahrrad habe ich mich heute nur zum Auto bewegt, um ein paar Expander zu holen. Damit lässt sich das Tuch am besten abspannen. Und eine weitere Fahrt – etwa 300 Meter, habe ich für eine Eis-Versorgungs-Fahrt investiert. Mein Bewegungs-Soll für heute erfüllt ;-))
Nur dann wurde es nachmittags doch wieder elendig heiss. Ich habe mich zwischendrin von zwei !! Ventilatoren anblasen lassen, aber das hat auch nicht geholfen. Da man hier im Hafenbecken nicht baden darf (sehr strenger Hafenmeister), habe ich mich ab und zu unter der Aussendusche abgekühlt. Das war hervorragend, wenn im Anschluss der Wind über die feuchte Haut geweht hat. Aber auch dieser Erfrischungseffekt hat nicht lange angedauert.
Und dann war an Entspannung gar nicht mehr zu denken: Ab ca. 15 Uhr war hier ein einziges Tatü-Tata. Im Wald, ca. 800 Meter von der Marina entfernt, ist ein Brand ausgebrochen. Und die Feuerwehr-Autos sind auf der Strasse oberhalb der Marina entlang gefahren, um zum Brandherd zu gelangen. Und da der Brand ja im Wald ist, können sie keinen Hydranten anzapfen, sondern müssen immer wieder zurück, um Wasser zu holen. Hin und her, leider immer mit Tütü…
In der Marina-Bar ca. 200 Meter entfernt spielte gestern und heute seit Nachmittag immer wieder Live-Musik. Zum Teil sehr gute Sänger und bunt gemischte Genres. Neben der Feuerwehr muss ich auch vor den Sängern heute den Hut ziehen: den Ton zu halten, wenn dauernd gleich-frequente Fahrzeuge vorbeirauschen will auch was heißen.
Und weil’s mit Notfällen noch nicht genug ist, kam dann auch noch ein Rettungs-Hubschrauber angeflogen und ist im Wohngebiet unweit von hier gelandet. Dabei wusste der Hubschrauber wohl noch nicht gleich, wo er hin muss und hat die Landestelle großzügig eingekreist. Wahrscheinlich zu viel Nebel vom Waldbrand. Die Aufregung heute war wohl für irgendjemanden zu groß.

Es ist jetzt 20:40 Uhr und eigentlich ist erst seit etwa 1 Stunde wieder Ruhe. Bis auf die Musik. Die spielt immer noch. Gerade eben lief „Mein Gott Walter“, wem das was sagt.
Geradeaus springen immer noch Kinder von einer Brücke. Ich wundere mich über das Durchhaltevermögen, denn eigentlich müsste deren Haut schon glühen. Immer wieder höre ich einen Platscher, der nicht agennehm gewesen sein dürfte. Kids halt.
Ich genieße jetzt die endlich wieder erträglichen Temperaturen. Wobei meine Füße immer noch gefühlt etwa dreimal so groß wie normal sind. Aber die kann ich ja schnell ins Wasser halten… Ich muss mich heute nur noch entscheiden, ob ich ein Bier, ein Desperados oder einen Rosé trinken will. Holen muss ich das Getränk dann blöderweise auch noch vom Kühlschrank. Uffz. Aber dann kann ich wieder zu meinem Beobachtungsposten auf der Terrasse zurückkehren. Denn hier in Braunsbedra ist ganz schön was los!




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